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2. Oktober 2018: Theaternacht

Die Käfer
Theaternacht 2018

In diesem Jahr zeigen wir Ausschnitte aus unserer jüngsten Produktion.

Wie alles begann: Als frisch gewählter Vorsitzender der Kölner Theaterkonferenz hatte ich 2001 zusammen mit meinen Vorstandskollegen die Idee eine ganz neue Art von Großprojekt in Köln zu begründen. Die erste "Theaternacht". Es wurde die erste Nacht überhaupt, in der in einer deutschen Stadt eine ganze Nacht auf den Bühnen der freien und städtischen Bühnen gespielt - und hinter die Kulissen geschaut werden konnte. Viele Städte folgten.

Mit dieser Idee hatten wir in Köln großen Erfolg. Das Kölner Publikum machte diese Nacht zu einem chaotisch-liebenswerten Rundgang. Es ließ sich fahren mit Sonderbussen, oder wanderte an die zahlreichen Orte, ging durch die verschiedensten Türen in Säle, Kellerräume, Fabrikhallen, Cafés, Foyers, schaute mit Begeisterung wie Theater entsteht und feierte bis in den frühen Morgen im Opernfoyer zu Musik und Gesprächen.

Erschöpft und glücklich waren wir damals. Bis heute hat die Theaternacht in Köln seine Besonderheiten bewahrt: Viele Türen in der ganzen Stadt zu öffnen und die Zuschauer einzuladen vor und auch hinter den Vorhang zu schauen (oder hinter die Bretter).

Heutzutage gibt es Trailer und eine FB-Seite. Aber keine Angst - wir sprechen nach wie vor von Theater.

Ein Sinnbild des Gedankens der Theaternacht wurde in unserem Haus, im TAS, die 'Offene Probe'. Vor 10 Jahren begann es mit "Gefährliche Liebschaften", dann "Hamlet" 2011, sowie 2012 mit den Absolventinnen einer Schauspielschule, mit denen ich "Groß und Klein" von Botho Strauß inszenierte und letztes Jahr Proben zu "Ab Jetzt". Eine intensive Erfahrung für alle Beteiligten und das Publikum - so stelle ich mir Theater vor. Und jetzt gibt es wieder etwas zu bestaunen.