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Jonas Herkenhoff und Bettina Scholmann in: "Tür auf, Tür zu" (Foto: Barbara Siewer)

Tür auf, Tür zu

von Ingrid Lausund

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; mit Bettina Scholmann, Richard Hucke, Jonas Herkenhoff

Premiere: 7. März 2019

"Die Tür geht auf, die Tür geht zu". Leute begegnen sich und reden, was sie immer reden.

Ach Hallo - das ist ja toll! Guten Abend - und wie geht's? Es ist schon komisch.
Aber dann - Anneliz war nur mal kurz draußen - jetzt kommt sie nicht mehr rein. Die Tür wiederholt nur immerzu: "Die Tür ist zu" und Gustav ist auch keine besondere Hilfe. Hat sich da irgendjemand einen Scherz erlaubt... oder ist das bitterer Ernst. Es gibt kein Entrinnen.​

So laufen alle im Kreis - und die Tür bleibt zu.

Eine leibhaftige, sprechende Tür, eine Frau, die nur mal ganz kurz draußen war, und ein Chor, der aus Spargründen auf eine Person reduziert wurde – das ist das Personal des Stückes "Tür auf, Tür zu" von Ingrid Lausund.

Ein Stück, in dem sich das Komische und Abgründige verbinden, wie in den vielen anderen phantastischen Stücken aus der Feder von Ingrid Lausund.

Unter dem Pseudonym 'Mizzi Meyer' schrieb sie die Drehbücher zur Fernsehserie "Der Tatortreiniger". Dafür wurde sie mit dem Grimme-Preis 2012 und 2013 ausgezeichnet.

Ingrid Lausund erzählt ein Drama vom Drinsein, Draußensein, Dabeisein-Wollen. Ein kafkaeskes Szenario und eine musikalische und zugleich brüchige, von Fragmenten und aberwitzigen Ritualen durchzogene Sprache erzählen von der Willkür des Ausgeschlossenseins.

65 Minuten ohne Pause

Verlag: Suhrkamp; Fotos: Barbara Siewer; Max Zerrahn

 

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