Spielplan

SPIELPLAN DES THEATERS AM SACHSENRING - SCHAUBÜHNE KÖLN

2017/2018 – Die 31. Spielzeit

AB JETZT

Komödie von Alan Ayckbourn;
Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadek

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen
mit Richard Hucke, Charlotte Welling, Heike Huhmann, Anna Maria Wasserberg, Franziska Seifert

Nahe Zukunft, ein Vorort. Draußen haben die "Töchter der Finsternis" die Herrschaft übernommen. Drinnen, abgeschottet, versucht Jerome, Komponist elektronischer Musik, seine kreative Blockade zu überwinden. Seit ihn Corinna mit der gemeinsamen Tochter Geain verlassen hat, fehlt ihm sein Material, er synthetisiert in seinen Kompositionen Originaltöne. Jerome lebt mit einem weiblichen Roboter zusammen, ursprünglich zur Verwendung als Kindermädchen konstruiert. Im Kampf um das Sorgerecht für seine Tochter engagiert Jerome eine Schauspielerin, um dem Jugendamt eine intakte Beziehung vorspielen zu können. Als ihn Zoe nach nur einer Nacht ebenfalls verlässt, schlägt die große Stunde des nicht mehr ganz intakten Androiden. GOU 300 F spielt die Frau an seiner Seite. Aber es bleibt nicht beim Servieren von Tee und Plätzchen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Eine phantastische Farce, die uns mit schwarzem Humor in die Zukunft blicken lässt. „Mit 'Ab jetzt' hat Alan Ayckbourn seine wohl düsterste Farce geschrieben - die Komödie als Endspiel.“ (Spiegel, 1989) Ayckbourn schrieb das Stück 1987, im Gründungsjahr des Theaters am Sachsenring.

TERMINE


DIE BEFRISTETEN

von Elias Canetti; Inszenierung: Joe Knipp; Dramaturgie: Dr. Sabine Dissel; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Aufführungsrechte: beim S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt/Main

Mit Anna Möbus, Julian Baboi, Heike Huhmann

Der Mensch kennt sein Sterbedatum. Somit kann er sich seine Lebenszeit sinnvoll einteilen. Erst diese Sicherheit gibt echte Freiheit. So sagt der 'Kontrakt'. Aber selbst in dieser schönen Zukunftswelt, in der es keinen plötzlichen Tod und keine Kriege mehr gibt, versuchen Zweifler, den Glauben an die neue Ordnung zu zerstören. Ein Mann namens Fünfzig (die Namen entsprechen dem Sterbealter) wehrt sich und löst eine Revolution aus, die zum Ziel hat, zur gegenwärtigen Welt, also zur Ungewissheit des Todestages zurückzukehren. Ein gefährlicher Weg.

"...die stringente, emotionsstarke Inszenierung des Hausherrn Joe Knipp nimmt sehr gefangen, die drei Darsteller (Heike Huhmann, Anna Möbus, Julian Baboi) gehen auf der von Hannelore Honnen symbolhaft ausgestatteten Bühne immer wieder bis zum Äußersten. Eine starke Aufführung..." (C. Zimmermann, theater pur)

TERMINE

 

DER GOTT DES GEMETZELS

von Yasmina Reza; Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

mit Bettina Scholmann, Doris Lehner, Julian Baboi, Richard Hucke

Der elfjährige Ferdinand hat den gleichaltrigen Bruno in der Schule mit einem Stock verprügelt. Die Eltern der beiden sind zusammengekommen, um eine friedliche Übereinkunft zu erreichen. Doch die Diskussion wird ständig durch Alain unterbrochen, der berufliche Anrufe auf sein Handy erhält und lautstark versucht, einen Pharmazie-Skandal seines Unternehmens in den Griff zu bekommen.

"Ein Festschmaus für Augen und Ohren... Hingehen, genießen und lauthals lachen, weil die Schlacht so schön ist! Und das überzeugende Ensemble mit Applaus überschütten, er ist verdient!" - (Alida Pisu)

TERMINE

 

100 JAHRE DADA - Duchamp/Ball/Hennings

Textfassung, Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Inszenierung: Joe Knipp; 

mit Anna Möbus und Signe Zurmühlen

Es ist der Abend des 23. Juni 1916 in einem kleinen Café in der Spiegelgasse 1 in Zürich. Hugo Ball steigt in ein selbst gebasteltes Kostüm, lässt sich im Dunkeln auf die winzige Bretterbühne des Cafés heben und lehrt die Welt, was DADA ist: „Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zürich davon reden wird....“ Das kleine Café ist das an diesem Abend eröffnete 'Cabaret Voltaire'.

Irgendwann im Juni 1911. Emmy Hennings kommt abends um sechs Uhr mit dem Zug in Köln an. Ihre Schauspieltruppe hatte sich, von Flensburg kommend, in Münster aufgelöst. „Der Kölner Dom, vergoldet in der Abendsonne ragten die Türme...“ Sie wird 'die Straße machen' in Köln und anderswo, bis sie Deutschland durchquert hat, in München landet und Hugo Ball kennenlernt, der sich sterblich in sie verliebt. 

"100 Jahre nach der Geburtsstunde des Dada im legendären 'Cabaret Voltaire' in Zürich wird er im Theater am Sachsenring zu neuem Leben erweckt. Und es gelingt ihm, was ihm bereits vor 100 Jahren gelang: unsere Vorstellungen von der Welt zu hinterfragen. Ist sie wirklich so, wie sie zu sein scheint? Oder könnte sie auch anders sein: gaga di bumbalo bumbalo gadjamen?" (Alida Pisu)

Was wären wir alle ohne DADA? 

TERMINE

 

PEER GYNT

von Henrik Ibsen; Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen;

mit Richard Hucke; Jennifer Tilesi Silke, Signe Zurmühlen

Ein Mann bricht auf. Er will Kaiser der Welt werden. Er wird Kaiser der Selbstsucht.Die Welt ist aus den Fugen. Für den Mann, nach der Reise durch vielfache Identitäten, bleiben Schalen ohne Kern - sein Leben entblättert sich Schicht um Schicht, wie die Schalen einer Zwiebel.

Alles ist Schein, alles ist Leben, alles ist Phantasie, alles ist Theater.“ (A. Kohl)

TERMINE

 

KAFKAS WELTEN

von Franz Kafka; Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit David N. Koch

Gregor Samsa ist wütend. Weil seine Familie ihn morgens aus dem Bett zur Arbeit scheuchen will. Weil er sich einsam und ausgenutzt fühlt. Und weil niemand merkt, dass er sich nicht dem Alltag stellen kann, weil er im Begriff ist, zu einem riesigen braunen Ungeziefer zu mutieren.

Im Stück sind Textteile aus der 'Verwandlung' mit solchen aus der Erzählung 'In der Strafkolonie' zu einem furiosen Solo verknüpft.

 KAFKA, eingesperrt, ein Spieler, ein Rächer, ein Kind.

KAFKA führt in ein phantastisches Labyrinth. Geheimnisvoll, witzig, ungeheuerlich.

TERMINE

 

GIBT'S EIN LEBEN ÜBER 40?

Komödie von Thomas Reis; Dramaturgie und Inszenierung Joe Knipp;

mit Felix von Frantzius, Felix Höfner, Signe Zurmühlen

Die Gäste kommen pünktlich, bis zehn liegen die Themen noch oberhalb der Gürtellinie, dann sinkt das Interesse, es geht nur noch um Sex, es wird ohnehin viel von früher geredet. Eine Groteske über die heitere Vergeblichkeit des Strebens.

Unter der Regie von Joe Knipp entstand mit drei formidablen Schauspielern ein spritziges Dialogstück, bei dem sich die Pointen nur so überschlagen.“ (KRundschau)

 

DRACULA

Bram Stoker; Bühnenfassung: Dr. Sabine Dissel

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Mitarbeit: Angelika Steffentorweihen, Wolfgang Wehlau;
mit Felix von Frantzius, Jennifer Tilesi Silke, Signe Zurmühlen, Julian Baboi, Marie Hiller.

"Das Theater am Sachsenring überzeugt mit einer grandiosen Bühnenfassung des Gruselromans. Großer Premierenapplaus - und Schauer pur. .." (M. Bischoff)Jasmin Klein schreibt in meinesuedstadt: "...die vier Schauspieler, die beiden jungen Frauen und beiden jungen Männer, spielen gut... echt, unprätenziös und wahrhaftig... Das Stück ist nicht nur gruselig und unheimlich. Es steckt voller großartiger Ideen..."Der Kölner Stadt-Anzeiger sieht: "Wahnsinn und Sinnlichkeit" - und die Kölnische Rundschau schreibt: "Die Inszenierung von TaS-Chef Joe Knipp ... spielt virtuos mit der Imagination und tiefenpsychologischer Symbolik seelischer Abgründe."

TERMINE

 

Spielzeit 2017/2018

 

Uraufführung 28. September

DIE KÄFER - DAS ROTE ALBUM

Texte: Joe Knipp; Musik: Albrecht Zummach; Inszenierung: Joe Knipp

Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Heike Huhmann, Charlotte Welling, Anna Möbus

Wer kennt sie nicht, die Songs der Gruppe DIE KÄFER („Zuckerlos schwarz“, „7 Meere“, „Manchmal“)? Sie alle sind zu finden auf der CD des berühmten Trios, die als „Das rote Album“ berühmt geworden ist. Ihren Namen verdankt die CD dem Titelcover: Bandname in roter Schrift auf rotem Grund. Das Album spiegelt das Lebensgefühl jener Tage zwischen Revolte und Rückzug ins Private, zwischen melancholischen Texten und absurden Bildern. 

Die Songs entführen mit ihren musikalischen Kontrasten, Widersprüchen und unterschiedlichen Stilrichtungen in den Kosmos der Band, von der die Presse schrieb: „Scharfschützen im romantischen Gewand“.

TERMINE

 

Premiere Februar 2018

DIE MÖWE

Anton Tschechow

Fassung und Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Bettina Scholmann u.A.

Sommer. Müßiggang. Die Gäste auf einem Landsitz gehen sich mit Sticheleien auf die Nerven. Die Gespräche drehen sich um den neusten Schrei im Theater, Geld und Erfolg, das Leben in Moskau, Eitelkeiten und den eigenen Ruhm.

Konstantin Gavrilovitsch Treplev, der Schriftsteller werden möchte, hat ein kleines Theaterstück geschrieben, welches am Abend auf einer Bühne im Garten den Gästen vorgespielt werden soll. Die Hauptrolle spielt Nina, die er liebt. Doch statt der Aufführung zu folgen machen sich die Gäste - vorneweg seine Mutter Arkadina, die selber Schauspielerin ist - über Treplevs Stück lustig bis er es abbricht.

Nina beschließt Treplev den Rücken zu kehren und sich Trigorin zuzuwenden, ein berühmter Schriftsteller, den sie bei Arkadina kennengelernt hat und dem sie schließlich nach Moskau folgt in der Hoffnung, eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden. Treplev schenkt ihr zum Abschied eine Möwe, die er selbst geschossen hat.

TERMINE


TÜR AUF TÜR ZU

von Ingrid Lausund

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Bettina Scholmann, NN, NN.

 Eine leibhaftige, sprechende Tür, eine Frau, die nur mal ganz kurz draußen war, und ein Chor, der aus Spargründen auf eine Person reduziert wurde – das ist das Personal des neuen Stückes "Tür auf, Tür zu" von Ingrid Lausund. Ein Drama über das Drinsein, Draußensein, Dabeiseinwollen, ein komisches und hintergründiges Spiel über die Mechanik sozialer Ausschlussmechanismen.

 

Sonntag, 12. Oktober, 16 Uhr

ZINNOBER

Wohnzimmer-Konzert

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG

Fassung und Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Anna Möbus und Julian Baboi

Brigitte Schmitz-Kunkel schreibt in der Kölnischen Rundschau: „'Prinz Friedrich von Homburg' gehört nicht zu den Bekannten, die man heute noch ständig auf der Bühne sieht. Joe Knipp, der ein Faible für die Träumer hat. lässt sich im Theater am Sachsenring auf Heinrich von Kleists somnambulen Helden ein. Und weil er ihn ohne Ironie oder modernisierenden Regie-Überbau zeigt, lässt sich unverhofft eine schöne Geschichte mit viel Hin und Her wiederentdecken. Schon der Anfang auf der nur mit einer Rasenbank ausgestatteten Bühne ist hinreißend: Im blauen Mondenschein liegt der Prinz im Gras, und was er träumt, zeigt Julian Baboi in Zeitlupe. Dann tauscht er das Soldaten-Wams mit Anna Möbus, so wird sie zum Prinzen. Traumwandlerisch sicher verwandeln sich die beiden mit wenigen Requisiten unentwegt von einer Person in eine andere.""Träum ich? Wach ich? Leb ich? Bin ich bei Sinnen?"

 

Terminübersicht:

1. September 2017: NACKTE TATSACHEN

7./8./9. September 2017 - DRACULA

21./22./23. September - DRACULA

28./29./30. September - (UA) DIE KÄFER - DAS ROTE ALBUM

5./6./7. Oktober - DIE KÄFER - DAS ROTE ALBUM

12./13./14. Oktober - DIE BEFRISTETEN

19./20./21. Oktober - DER GOTT DES GEMETZELS

26./27./28. Oktober - PEER GYNT

2./3./4. November - AB JETZT

9./10./11. November - DIE BEFRISTETEN

16./17./18. November - DIE BEFRISTETEN

23./24./25. November - DIE KÄFER - DAS ROTE ALBUM

30. November/1. Dezember - DIE KÄFER - DAS ROTE ALBUM

2. Dezember - GIBT’S EIN LEBEN ÜBER 40?

7./8./9. Dezember - DER GOTT DES GEMETZELS

14./15./16. Dezember - 100 JAHRE DADA

20./21./22. Dezember - AB JETZT

11./12./13. Januar 2018 - GIBT’S EIN LEBEN ÜBER 40?

18./19./20. Januar 2018 - GIBT’S EIN LEBEN ÜBER 40?

 

Theaterkurs

Schlüpft Ihr Kind gerne in verschiedene Rollen? Erfindet es gerne spannende Geschichten? Hat es Spaß am gestaltenden Sprechen und dem Ausdruck in Wort, Gestik und Mimik?

Dann bietet dieser Kurs, den das Theater am Sachsenring unter Leitung des Regisseurs Joe Knipp ab Herbst 2017 anbieten wird, die optimale Möglichkeit, die Talente Ihres Kindes zu fördern und mit Hilfe von verschiedenen Schauspieltechniken auszubauen.

Kurs für Jugendliche (13-17 Jahre)

Der 9-wöchige Grundkurs führt in die Grundlagen des Schauspiels ein:

- Konzentration

- Wahrnehmung

- Sensibilisierung

- Körperlicher Ausdruck

- Sprachlicher Ausdruck

- Improvisation

- Rollenarbeit

Zugleich eröffnet das darstellende Spiel Möglichkeiten, andere Seiten der eigenen Persönlichkeit zu entdecken und schauspielerisch umzusetzen.

Groß oder klein, Oper oder Komödie, jede Szene, jeder Satz birgt unzählige Entfaltungs-Möglichkeiten.

Szenen, Ideen und selbst verfasste Texte ergeben den Stoff für das Spiel. 
Der Kreativität der Kinder sind keine Grenzen gesetzt! Zum Abschluss und Höhepunkt des Kurses werden die Szenen auf der Bühne des Theaters zu einer echten Premiere gebracht.

Angebot:

9x Montags (17:30 - 20:00 Uhr) 9. Okt.-17. Dez. (außer 23. und 30. Okt.) - zudem zwei gemeinsame Sonntage (insgesamt 12 Stunden) 

Kursgebühr: € 280.-

Zusätzlich Aufbau und Abschluss - ein Wochenende (6 Std.), Haupt- und Generalprobe am Freitag, den 15. und Samstag, den 16. Dezember, 15:00 Uhr.

Aufführung: Sonntag, 17. Dezember 15:00 Uhr auf der Bühne des TAS.

Leitung: Joe Knipp; Mitarbeit: Babette Fahle
Kursgebühr für Grund- und Aufbaukurs: € 340.-

Anmeldung telefonisch unter 0221 315015

oder per Mail: theater.am.sachsenring@t-online.de

 

 

DIE BEFRISTETEN


von Elias Canetti; Inszenierung: Joe Knipp;

Dramaturgie: Dr. Sabine Dissel; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Heike Huhmann, Anna Möbus, Julian Baboi

Aufführungsrechte: beim S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt/Main

Fotos (Barbara Siewer): Heike Huhmann, Anna Möbus, Julian Baboi

Der Mensch kennt sein Sterbedatum. Somit kann er sich seine Lebenszeit sinnvoll einteilen. Erst diese Sicherheit gibt echte Freiheit. So sagt der 'Kontrakt'. Aber auch in dieser schönen Zukunftswelt, in der es keinen plötzlichen Tod und keine Kriege und keine Gewalt mehr gibt, versuchen Zweifler, den Glauben in Frage zu stellen.

Ein Mann namens Fünfzig (die Namen entsprechen dem Sterbealter) wehrt sich. 

Die präzise und elektrisierende Vision einer Gesellschaft, deren Menschen sich einem System des 'Glaubens' unterworfen haben. Die Lebenszeit als Währung - wir sind auf dem Weg...

"...die stringente, emotionsstarke Inszenierung des Hausherrn Joe Knipp nimmt sehr gefangen, die drei Darsteller (Heike Huhmann, Anna Möbus, Julian Baboi) gehen auf der von Hannelore Honnen symbolhaft ausgestatteten Bühne immer wieder bis zum Äußersten. Eine starke Aufführung..." (C. Zimmermann, theater pur)

"Eine nachdenklich machende Inszenierung des Hausherrn Joe Knipp, die nicht so schnell abzuhaken ist. Weil sie sich sehr davor hütet, auch nur eine Frage beantworten zu wollen. Und das ist auch gut so. Theater muss Fragen stellen. Gerade dann, wenn es um die letzten, die existenziellen Dinge geht. Auf sie wird man nie eine endgültige Antwort geben können." (A. Pisu in Meine Südstadt)

Ab Jetzt

von Alan Ayckbourn

Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadek

Inszenierung: Joe Knipp
Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen
mit Richard Hucke, Charlotte Welling, Heike Huhmann, Martina Kock, Franziska Seifert.

"Zum Brüllen komisch und zum Heulen traurig ist der Stoff, aus dem Alan Ayckbourns 1987 uraufgeführte Science-Fiction-Komödie 'Ab jetzt' gemacht ist. 

Eine pointenreiche und schwungvoll in Szene gesetzte Komödie, in der die Gags im Minutentakt zünden. Aber auch ein Stück mit Tiefgang, das die von Huxley skizzierte 'schöne neue Welt', die schaudern macht, aufblitzen lässt."

Hier die ganze Premierenkritik von Alida Pisu: http://www.meinesuedstadt.de/kultur/maschinenfrau-zeigt-menschlichkeit

Inhalt: Nahe Zukunft, ein Vorort. Jerome lebt mit einem weiblichen Roboter zusammen, ursprünglich zur Verwendung als Kindermädchen konstruiert. Im Kampf um das Sorgerecht für seine Tochter engagiert Jerome eine Schauspielerin, um dem Jugendamt eine intakte Beziehung vorspielen zu können. Als ihn Zoe nach nur einer Nacht ebenfalls verlässt, schlägt die große Stunde des nicht mehr ganz intakten Androiden. GOU 300 spielt die Frau an seiner Seite. Aber es bleibt nicht beim Servieren von Tee und Plätzchen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Eine phantastische Farce, die uns mit schwarzem Humor in die Zukunft blicken lässt.

Fotos: Barbara Siewer - hier: Charlotte Welling, Franziska Seifert, Heike Huhmann

Alan Ayckbourn ist

einer der erfolgreichsten Komödienautoren der neueren Zeit in Europa."Ayckbourn ... schreibt über die Mühen der modernen Menschheit, den Pleuelstangen, Zahnrädern, Kolben des "großen Mechanismus" auszuweichen. Wo Shakespeare die Menschen exemplarisch fallen lässt, sieht Ayckbourn sie alltäglich hüpfen, stolpern und tanzen. Wo bei Shakespeare die Männer Macht und Bedeutung haben, sind bei Ayckbourn längst die Frauen Trägerinnen der Potenz und des Lebenswillens." (Die ZEIT)

"Das Ding hört auf den Namen Gou 300 F. Es ist ein Roboter. Es funktioniert auf Stichwort. Es kassiert Lacher... Nichts ist hier mehr so, wie es sein sollte. Die Farce hängt schief in den Angeln, und die Themen ... sind nicht Seitensprünge und Salonintrigen, sondern Isolation, Terror, Bandenkriege, Liebesverlust. Die Zeit: ganz nahe Zukunft. Mit 'Ab jetzt' hat Alan Ayckbourn seine wohl düsterste Farce geschrieben - die Komödie als Endspiel." (Spiegel, 1989)

Der Gott des Gemetzels

Bettina Scholmann, Julian Baboi, Doris Lehner und Richard Hucke (Foto: Barbara Siewer)

von Yasmina Reza

Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houillé in der Schule mit einem Stock verprügelt und ihm zwei Schneidezähne dabei herausgeschlagen.

Die Eltern der beiden sind zusammengekommen, um die Dinge zu klären. Véronique ist eine sozialkritische Schriftstellerin, die an einem Buch über den Darfur-Konflikt arbeitet. Ihr Mann Michel betreibt einen Eisenwarengroßhandel. Annette Reille ist Vermögensberaterin und ihr Mann Alain ein erfolgreicher Jurist, der für einen Pharma-Konzern arbeitet. Das Gespräch beginnt harmlos. Annette und Alain geben sich schuldbewusst und Véronique und Michel geben zu verstehen, dass sie eine friedvolle Übereinkunft möchten, wenn nicht sogar zur Vergebung bereit sind.

Doch langsam erhält der Konflikt einen anderen Ton. Die Diskussion wird ständig durch Alain unterbrochen, da er berufliche Anrufe auf sein Handy erhält und lautstark versucht, einen Pharmazie-Skandal seines Unternehmens in den Griff zu bekommen. Außerdem klingelt häufiger das Telefon der Houillés, weil Michels Mutter ständig anruft. Es stellt sich heraus, dass Michels Mutter das Medikament nimmt, dessen schwerwiegende Nebenwirkungen Alain über sein Handy zu vertuschen versucht…

Schließlich bricht die dünne Schicht bürgerlicher Kultiviertheit: Die vier Erwachsenen geraten aus der Fassung und es wird immer deutlicher, dass sie alle hinter ihrer zivilisierten Maske einen "Gott des Gemetzels" anbeten. Auf dem Schlachtfeld dieser Tragikomödie versinkt am Ende nicht nur ein Handy in der Tulpenvase...

"Souverän drehen die vier Akteure an der Schraube des anschwellenden Konflikts. Ständig tun sich in dem tragikomischen Tohuwabohu neue Allianzen auf, wobei die Wortgefechte unter den Eheleuten in der Logik der Eskalation mit den gefährlichsten Waffen geführt werden. Am Ende der knackigen 75-minütigen Konfrontation sind die Ehen im Zustand gefährlicher Erosion und die Hoffnungen auf zivilisierte Umgangsformen vom Gott des Gemetzels gänzlich zunichtegemacht worden." (Kölner Stadt-Anzeiger) 

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Bettina Scholmann; Julian Baboi; Doris Lehner; Richard Hucke

DRACULA

DRACULA ist im Theater angekommen

von Bram Stoker 

Inszenierung: Joe Knipp; Bühnenfassung und Dramaturgie: Dr. Sabine Dissel; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Mitarbeit: Angelika Steffentorweihen, Wolfgang Wehlau; Assistenz: Grace Müller, Ora Katz - mit Felix von Frantzius, Jennifer Tilesi Silke, Signe Zurmühlen, Julian Baboi, Marie Dinger.

Blut. Düsternis. Großes Schloss auf kleiner Bühne. Der größte Vampir aller Zeiten ist im Theater angekommen.

Die Uraufführung war ein großer Erfolg. M. Bischoff schreibt: "Das Theater am Sachsenring überzeugt mit einer grandiosen Bühnenfassung des Gruselromans. Großer Premierenapplaus - und Schauer pur. .."

Jasmin Klein schreibt in meinesuedstadt über das Erlebnis Theater: "...die vier Schauspieler, die beiden jungen Frauen und beiden jungen Männer, spielen gut... echt, unprätenziös und wahrhaftig... Mit großer Spielfreude tragen sie das Stück und machen es kurzweilig und lebendig. Und das Stück ist nicht nur gruselig und unheimlich. Es steckt voller großartiger Ideen..."

Der Kölner Stadt-Anzeiger sieht: "Wahnsinn und Sinnlichkeit" - und die Kölnische Rundschau schreibt: "Die Inszenierung von TaS-Chef Joe Knipp ... spielt virtuos mit der Imagination und tiefenpsychologischer Symbolik seelischer Abgründe. Da geht es um Wahn und Wirklichkeit, Eros und Thanatos, Faust und Mephisto und den Kampf mit den eigenen Dämonen. Ein paar mobile Rahmen und eine kluge Lichtregie (Bühne: Hannelore Honnen) genügen, um die klaustrophobische Atmosphäre zu schaffen, in der sich die vier großartigen Akteure (alle in mehreren Rollen) bewegen. "

Der Inhalt:

Es beginnt, wie immer, ganz harmlos. Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist auf Wunsch des Grafen Dracula nach Siebenbürgen, um in London für ihn den Kauf eines Hauses und die Überfahrt dorthin zu regeln. Harker bemerkt nach ein paar Tagen, dass der Graf kein Spiegelbild hat und beim Anblick von Blut seltsam reagiert. Seine Erscheinung prägen lange, spitze Zähne, blutunterlaufene Augen, auffällig weiße Haut und sehr rote Lippen.

Harker wird von Albträumen geplagt, sieht Schatten und hat Todesangst. Er entdeckt eine Gruft im Schloss, in der Dracula tagsüber in einer mit Erde gefüllten Kiste liegt. Diese und andere Kisten werden für die Überfahrt auf ein Schiff transportiert. Im Augenblick der Landung im Hafen springt ein großer schwarzer Hund an Land und verschwindet in den Gassen der Stadt.

Kurz danach bemerkt Harkers Verlobte 'Mina' zwei punktförmige Male am Hals ihrer Freundin Lucy. Die Ereignisse überschlagen sich. Der holländische Gelehrte Professor van Helsing weiß nun, dass er es mit einem Vampir zu tun hat. Er will den Vampir besiegen. Mina soll versteckt werden, aber Graf Dracula findet sie. Kann sie noch gerettet werden?

Dieses große Stück haben Sie mit Ihren Spenden und der Unterstützung unserer Kampagne DRACULA BRAUCHT BLUT! erst ermöglicht. Danke Dafür! Weitere Spenden sind willkommen. Unsere Spendenseite.

Uraufführung: 7. Mai 2015 - weitere Vorstellungen hier

Fotos: Barbara Siewer

100 JAHRE DADA - Duchamp/Ball/Hennings

Textfassung, Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Inszenierung: Joe Knipp; mit Signe Zurmühlen und Anna Möbus

ein federleichtes spiel über die federleichten dinge des lebens - die liebe, den sex und die kunst.

Anna Möbus und Signe Zurmühlen spielen den Vater von DADA - Marcel Duchamp und die beiden Gründungsmitglieder des Cabaret Voltaire, Hugo Ball und Emmy Hennings.

Aus der Premierenkritik von Alida Pisu auf "Meine Südstadt":

"100 Jahre nach der Geburtsstunde des Dada im legendären 'Cabaret Voltaire' in Zürich wird er im Theater am Sachsenring zu neuem Leben erweckt. Und es gelingt ihm, was ihm bereits vor 100 Jahren gelang: unsere Vorstellungen von der Welt zu hinterfragen. Ist sie wirklich so, wie sie zu sein scheint? Oder könnte sie auch anders sein: gaga di bumbalo bumbalo gadjamen?"

http://www.meinesuedstadt.de/kultur/worum-handelt-es-sich

DADA – Das Stück über seine Erfinder: Wir brauchen DADA! Heute. Jetzt. Zum 100. Geburtstag!

Es ist der Abend des 04. April 1916 in den Montross Galleries, New York. Marcel Duchamp ist schon bekannt hier - bekannt als der Maler von 'Akt, eine Treppe herabsteigend', der 1913 die Sensation der 'Armory Show' bildete. “Ich möchte die Dinge mit dem Geist so erfassen, wie der Penis von der Vagina erfasst wird“, sagt er zur amerikanischen Journalistin, die ihn begleitet. Und so begegnet man sich.

Es ist der Abend des 23. Juni 1916 in einem kleinen Café in der Spiegelgasse 1 in Zürich. Hugo Ball steigt in ein selbst gebasteltes Kostüm, lässt sich im Dunkeln auf die winzige Bretterbühne des Cafés heben und lehrt die Welt, was DADA ist: „Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zürich davon reden wird....“ Das kleine Café ist das an diesem Abend eröffnete 'Cabaret Voltaire'.

Irgendwann im Juni 1911. Emmy Hennings kommt abends um sechs Uhr mit dem Zug in Köln an. Ihre Schauspieltruppe hatte sich, von Flensburg kommend, in Münster aufgelöst. „Der Kölner Dom, vergoldet in der Abendsonne ragten die Türme. So schön, als vergoldeten die hohen Türme den Himmel. Ach, das wunderbar hohe Gewölbe des Domes...“ Sie wird 'die Straße machen' in Köln und anderswo, bis sie Deutschland durchquert hat, in München landet und Hugo Ball kennenlernt, der sich sterblich in sie verliebt. Gemeinsam gehen sie nach Zürich, wo er die Kunst neu erfindet und Emmy abends singt.

Was wären wir alle ohne DADA? 

"Gibt's ein Leben über 40?" - Komödie von Thomas Reis

Gibt's ein Leben über 40?
Oli feiert seinen 40. Geburtstag. Da läuft einiges aus dem Ruder. Ob mit Frauen, oder...

Uraufführung

Komödie von Thomas Reis

Inszenierung: Joe Knipp
mit Felix von FrantziusFelix HöfnerSigne Zurmühlen
Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen
Assistenz: Vanessa Weiershausen

Kölnische Rundschau: 4 Sterne

Die Komödie über den heiteren Wahn einer Geburtstagsfeier wurde zu einem großartigen Erfolg und im TAS ein Dauerbrenner.

Ein Stück über den unvermeidlichen 40. Geburtstag mit der unvermeidlichen Geburtstagsfeier, auf der betrunkene Frauen beschenken, ein orientierungsloser Sohn auftaucht, wohlmeinende Freunde Bilanz ziehen und auch Rüdiger - der Frosch - immer etwas zu quaken hat. Die Gäste kommen pünktlich, bis zehn liegen die Themen noch oberhalb der Gürtellinie, dann sinkt das Interesse, es geht nur noch um Sex, es wird ohnehin viel von früher geredet. Aus Hausbesetzern sind Hausbesitzer geworden. Der Nachwuchs ist mit seinem Handy verwachsen und die Mutter zeigt sich erstaunt, dass die Bedeutung des Topfschlagens immer stärker in den Hintergrund rückt. Ist das Altersschwachsinn oder ist das Alter Schwachsinn? Ewige Jugend, die vergänglichste Form der Ewigkeit. Eine Groteske über die heitere Vergeblichkeit des Strebens.

Signe Zurmühlen spielt alle Frauen, Mutter und Sohn, Felix Höfner, spielt alle Freunde des Geburtstagskindes. Und Felix von Frantzius ist 'Oli'.

KAFKAS WELTEN

Die Verwandlung

von Franz Kafka; Inszenierung: Joe Knipp; mit David N. Koch

Gregor Samsa ist wütend. Weil seine Familie ihn morgens aus dem Bett zur Arbeit scheuchen will. Weil er sich einsam und ausgenutzt fühlt. Und weil niemand merkt, dass er sich nicht dem Alltag stellen kann, weil er im Begriff ist, zu einem riesigen braunen Ungeziefer zu mutieren.

Im Stück sind Textteile aus der 'Verwandlung' mit solchen aus der Erzählung 'In der Strafkolonie' zu einem furiosen Solo verknüpft.

KAFKA, eingesperrt, ein Spieler, ein Rächer, ein Kind. KAFKA führt in ein phantastisches Labyrinth. Geheimnisvoll, witzig, ungeheuerlich.

Die Käfer - Das rote Album

Uraufführung: 28. September 2017

Texte: Joe Knipp; Musik: Albrecht Zummach; Inszenierung: Joe Knipp

Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Mit Heike Huhmann, Charlotte Welling, Anna Möbus, Clemens Dreyer

Wer kennt sie nicht, die Songs der Gruppe DIE KÄFER („Zuckerlos schwarz“, „7 Meere“, „Manchmal“) - Sie alle sind zu finden auf der CD der Band, die als „Das rote Album“ berühmt geworden ist. Ihren Namen verdankt die CD dem Titelcover: Bandname in roter Schrift auf rotem Grund. Das Album spiegelt das Lebensgefühl jener Tage zwischen Revolte und Rückzug ins Private, zwischen melancholischen Texten und absurden Bildern.

Die Songs entführen mit ihren musikalischen Kontrasten, Widersprüchen und unterschiedlichen Stilrichtungen in den Kosmos der Band, von der die ZEIT schrieb: „Die Uhr geht himmelwärts...“

In diesem Stück werden die Songs des ROTEN ALBUMS in Theater-Szenen verwandelt. Ein Stück mit Live-Musik. Clemens Dreyer spielt das Vibraphon. Eine Frau im Schatten, ein Hut, eine Drehtür, die Uhr... ZUCKERLOS. Ein wartender Käfer. Blätter, eine Kerze, Kugeln, eine Badewanne. DRUNTER UND DRÜBER. Ein Streit. Ein Käfer gleitet durch den Raum. Ein Käfer steigt über ihn. VORBEI. Aus der Hutkrempe einer Frau fließt Wasser. 7 Meere.

Die Möwe

Anton Tschechow

Fassung und Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen

Premiere: Februar/März 2018

Mit Bettina Scholmann als Arkadina, Richard Hucke als Trigorin u.A.

Sommer. Müßiggang. Ein Landsitz. Ein Autor wird bewundert. Heute würde man ihn prominent nennen. Die Mutter, Schauspielerin alten Schlages, sehnt sich nach den alten, guten Zeiten. Ihr Sohn versucht sich an experimentellem Theater, die Gäste sind belustigt. Alle reden über alles, über den neusten Schrei im Theater, Geld und Erfolg und das Leben in Moskau. Man sehnt sich und versteckt sich. Alle lieben, aber den Falschen. Alle wollen irgendwo hin und bleiben doch zum Tee. Wenn ein Schuss fällt, dann hinter der Bühne.

„Die Möwe“ erzählt von Einsamkeit, Kunst und Liebe. Für Treplev erweist sich die Kunst zur Gestaltung einer glücklichen Existenz als ebenso untauglich wie die Liebe.

 

 


Tür auf, Tür zu

von Ingrid Lausund

Inszenierung: Joe Knipp; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; mit Bettina Scholmann, NN, NN.

Eine leibhaftige, sprechende Tür, eine Frau, die nur mal ganz kurz draußen war, und ein Chor, der aus Spargründen auf eine Person reduziert wurde – das ist das Personal des Stückes "Tür auf, Tür zu" von Ingrid Lausund.

Verlag: Suhrkamp; Foto: Max Zerrahn

Ein Stück, in dem sich das Komische und Abgründige verbinden, wie in den vielen anderen phantastischen Stücken aus ihrer Feder.

Erst im Dezember 2015 wurde bekannt, das sie unter dem Pseudonym 'Mizzi Meyer' die Drehbücher zur Fernsehserie "Der Tatortreiniger" geschrieben hatte. Dafür wurde sie mit dem Grimme-Preis 2012 und 2013 ausgezeichnet. Mit Bjarne Mädel, dem Hauptdarsteller der Serie, hatte sie bereits zuvor am Hamburger Schauspielhaus zusammengearbeitet.

Für Anneliz lief alles gut. Doch von einem Moment zum andern ist die Tür, durch die sie täglich ein und aus ging, für sie verschlossen. Auf der Suche nach einer Erklärung beginnt für sie eine emotionale Achterbahnfahrt aus Panik, Wut und Selbstzweifel. Mit dieser Frau, einer sprechenden Tür und einem Chor, dem aufgrund von Sparmaßnahmen gekündigt wurde und der durch eine 400-Euro- Aushilfskraft ersetzt werden musste, erzählt Ingrid Lausund ein Drama vom Drinsein, Draußensein, Dabeisein-Wollen. Ein kafkaeskes Szenario und eine musikalische und zugleich brüchige, von Fragmenten und aberwitzigen Ritu- alen durchzogene Sprache erzählen von der Willkür des Ausgeschlossenseins.

 

 

PEER GYNT - von Henrik Ibsen - deutsch von Christian Morgenstern - Theaterfassung und Inszenierung: Joe Knipp

Peer Gynt
Peer Gynt - Premiere: 26. September 2013

mit Richard Hucke, Jennifer Tilesi Silke, Signe Zurmühlen

Wer ist Peer Gynt? Ein junger Mann, der nicht weiß wohin mit seiner Kraft, seinem Übermut… Nur seine Mutter liebt ihn unerschrocken und - ohne Einschränkung. Wir sehen eine Geschichte über das Krafthaben und Älterwerden - mit Peer, Solveig und den Trollen, dem Untergrund, dem Unsichtbaren. Hüpft da nicht der Hase aus Alice im Wunderland über die Szene? Ein wunderbares Stück Abenteuer.

Die Rundschau schreibt: "Peer Gynt fängt - unsichtbare - Fliegen. Sind es die Flausen in seinem Kopf, der die fantastischsten Lügengeschichten gebiert? ... Joe Knipp... fächert einen fantastischen Bilderbogen mit rasant wechselnden Szenen auf... zwei Stunden pralles, sinnliches Theater..."(KRundschau)

Prinz Friedrich von Homburg

Träum ich? Wach ich?

Heinrich von Kleist

Textfassung und Inszenierung: Joe Knipp; Dramaturgie: Dr. Sabine Dissel; Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen; Mitarbeit: Angelika Steffentorweihen, Wolfgang Wehlau

Mit Julian Baboi, Anna Möbus

„Ein Traum, was sonst?“

Der Prinz von Homburg, ein junger General, ist gefangen in seinen Träumen, er flicht sich selbst den Lorbeerkranz, er lebt in einem Überschwang an Gefühlen. Der Prinz erklärt der Nichte des Kurfürsten, Prinzessin Natalie, seine Liebe.

Aus seinem Traum erwacht, wundert sich der Prinz über den Handschuh in seiner Hand. Der "sinnverwirrte Träumer" überhört den Befehl, bei der kommenden Schlacht den Feind nicht ohne ausdrückliche Order zu attackieren. Entgegen dieser Anweisung lässt der Prinz also angreifen und siegt in der Schlacht. Dem Kurfürsten jedoch gehen Recht und Gesetz über alles. Er lässt den Prinzen wegen Befehlsverweigerung verhaften, ihm den Prozess machen und zum Tode verurteilen… Prinz Friedrich von Homburg verliert die Hoffnung. Was gelten Heldenmut und Gnade, was das Gesetz?

Brigitte Schmitz-Kunkel schreibt in der Kölnischen Rundschau: „'Prinz Friedrich von Homburg' gehört nicht zu den Bekannten, die man heute noch ständig auf der Bühne sieht. Joe Knipp, der ein Faible für die Träumer hat. lässt sich im Theater am Sachsenring auf Heinrich von Kleists somnambulen Helden ein. Und weil er ihn ohne Ironie oder modernisierenden Regie-Überbau zeigt, lässt sich unverhofft eine schöne Geschichte mit viel Hin und Her wiederentdecken. Schon der Anfang auf der nur mit einer Rasenbank ausgestatteten Bühne ist hinreißend: Im blauen Mondenschein liegt der Prinz im Gras, und was er träumt, zeigt Julian Baboi in Zeitlupe. Dann tauscht er das Soldaten-Wams mit Anna Möbus (Bühne und die sparsam historisierenden Kostüme Hannelore Honnen und Angelika Steffentorweihen), so wird sie zum Prinzen. Traumwandlerisch sicher verwandeln sich die beiden mit wenigen Requisiten unentwegt von einer Person in eine andere."

"Träum ich? Wach ich? Leb ich? Bin ich bei Sinnen?"

Wohnzimmer-Konzerte im Roten Salon - Köln, Aquinostr. 1 - Termine unter www.zinnobermusik.com