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Liebe, Sex und Therapie

Liebe Sex und Therapie
Svenja Klein und Katharina Jarzebowski


 

Eine Komödie von Tony Dunham ("Love - A Psychological Perversity")

Jarzebowski, Klein, KochDieses Stück ist ebenso komisch wie ehrlich; manchmal beschleicht den Zuschauer so eine Ahnung, manche Sätze und Dialoge sehr genau zu kennen....

Ulli ist ein Romantiker. Christine muss das Leben meistern. Die Beziehung steht vor einer schweren Belastungsprobe.
Christine verdient das Geld, während Ulli mit seiner Dissertation nicht fertig wird, einen Krimi schreibt und sich von Christine durchfüttern lässt. Christine bricht ständig in Tränen aus, im Bett läuft nichts mehr, sie will ein Kind, er noch nicht. Aber Ulli weiß Rat: Die Beziehungstherapeutin Vera soll frischen Wind in die bedrohte Zweisamkeit bringen. Kann sie helfen, will sie helfen? Es gibt genug Komplikationen. Und dann ist da noch Hopsi - und Christine liest ein dickes Buch, und was für eins...

Die facettenreiche und amüsante Analyse einer Beziehungskrise, bei der auch genüssliche Seitenhiebe auf die therapeutische Zunft nicht ausbleiben, ist von erfrischender Leichtigkeit. Mit viel Humor und in berührenden Szenen werden die emotionalen Turbulenzen eines Paares präsentiert.

Vor 25 Jahren beschrieb Autor Tony Dunham mit der Figur der 'Christine' eine Frau, die auf der verzweifelten Suche nach dem Glück jenseits der Karriere in eine Krise gerät. Die Sehnsucht nach einer heilen Beziehung, nach dem Sinn des Lebens, nach einem Kind, führt am Ende zu religiöser Einfachheit, zu dem Gefühl, Glück nur in einem 'großen Ganzen' finden zu können. Als das Stück entstand, gab es schon einmal eine Welle 'wiedergeborener Christen' im angelsächsischen Raum.

Das Thema ist präsent. Von Amerika aus rollt auch hier eine Welle neuer Gläubigkeit, aus der schon bekannten Ecke wissenschaftsresistenter evangelikaler Eiferer. So bekommt dieses Stück eine besondere Farbe, eine besondere Komik und einen nachdenklichen Schluss.

Inszenierung: Joe Knipp

Mit Katharina Jarzebowski, Svenja Klein und David Koch

Fotos: Wolfgang Weimer

David Koch als "Uli"
Svenja Klein als "Christine"
Katharina Jarzebowski als Therapeutin "Vera"


Reden, Dessous, Seitensprung?

Der Spaß kann beginnen... Tony Dunhams flotte Satire beleuchtet die allgemeine Lustlosigkeit in festgefahrenen Beziehungen kurzweilig und treffend. Und Regisseur Joe Knipp sorgt dafür, dass seine ganz vorzüglichen Darsteller Svenja Klein, Davis Koch und Katharina Jarzebowski mit dem Glück hadern, wie man mit ihm hadern sollte. Statt Seelenklempner: Sachsenring. (choices)


Festgefahren unter der Bettdecke

"Liebe, Sex und Therapie" im Kölner Theater am Sachsenring.

Aufbruchstimmung am Montagmorgen. Christine (Svenja Klein) rafft eilig ihre Sachen zusammen und stürmt aus der Wohnung, um die Brötchen für Ulli (David Koch) mit zu verdienen. Er soll ja seine Doktorarbeit zu Ende bringen. Ob dies wohl gelingt, indem er sich regelmäßig die Bettdecke noch einmal über den Kopf zieht? Solche Schlaglichter auf einzelne Tage wirft Tony Dunhams Stück "Liebe, Sex und Therapie" und porträtiert so eine Entwicklung über Wochen. Die festgefahrene Lage kommentiert nun eine Frau (Katharina Jarzebowski), die im Verlauf als Beziehungsberaterin auftritt, mit psychologisierenden Einwürfen. So setzt das Stück die Charakteristik des Paars ins gesellschaftliche Allgemeine.

Die Inszenierung von Joe Knipp arbeitet in die entgegengesetzte Richtung. Sie entfaltet ein Szenario mit Orten des Kölner Nachtlebens vergangener Jahre, sie betont Details, lässt dem temperamentvollen Ensemble viel Spielraum und führt so das globale Thema herzhaft und amüsant ins Besondere. (peb)

17.11.07 (Kölner Stadt-Anzeiger)

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