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Ab Jetzt

von Alan Ayckbourn

Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadek

Inszenierung: Joe Knipp
Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen
mit Richard Hucke, Charlotte Welling, Heike Huhmann, Martina Kock, Franziska Seifert.

"Zum Brüllen komisch und zum Heulen traurig ist der Stoff, aus dem Alan Ayckbourns 1987 uraufgeführte Science-Fiction-Komödie 'Ab jetzt' gemacht ist. 

Eine pointenreiche und schwungvoll in Szene gesetzte Komödie, in der die Gags im Minutentakt zünden. Aber auch ein Stück mit Tiefgang, das die von Huxley skizzierte 'schöne neue Welt', die schaudern macht, aufblitzen lässt."

Hier die ganze Premierenkritik von Alida Pisu: http://www.meinesuedstadt.de/kultur/maschinenfrau-zeigt-menschlichkeit

Inhalt: Nahe Zukunft, ein Vorort. Jerome lebt mit einem weiblichen Roboter zusammen, ursprünglich zur Verwendung als Kindermädchen konstruiert. Im Kampf um das Sorgerecht für seine Tochter engagiert Jerome eine Schauspielerin, um dem Jugendamt eine intakte Beziehung vorspielen zu können. Als ihn Zoe nach nur einer Nacht ebenfalls verlässt, schlägt die große Stunde des nicht mehr ganz intakten Androiden. GOU 300 spielt die Frau an seiner Seite. Aber es bleibt nicht beim Servieren von Tee und Plätzchen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.

Eine phantastische Farce, die uns mit schwarzem Humor in die Zukunft blicken lässt.

Fotos: Barbara Siewer - hier: Charlotte Welling, Franziska Seifert, Heike Huhmann

Alan Ayckbourn ist

einer der erfolgreichsten Komödienautoren der neueren Zeit in Europa."Ayckbourn ... schreibt über die Mühen der modernen Menschheit, den Pleuelstangen, Zahnrädern, Kolben des "großen Mechanismus" auszuweichen. Wo Shakespeare die Menschen exemplarisch fallen lässt, sieht Ayckbourn sie alltäglich hüpfen, stolpern und tanzen. Wo bei Shakespeare die Männer Macht und Bedeutung haben, sind bei Ayckbourn längst die Frauen Trägerinnen der Potenz und des Lebenswillens." (Die ZEIT)

"Das Ding hört auf den Namen Gou 300 F. Es ist ein Roboter. Es funktioniert auf Stichwort. Es kassiert Lacher... Nichts ist hier mehr so, wie es sein sollte. Die Farce hängt schief in den Angeln, und die Themen ... sind nicht Seitensprünge und Salonintrigen, sondern Isolation, Terror, Bandenkriege, Liebesverlust. Die Zeit: ganz nahe Zukunft. Mit 'Ab jetzt' hat Alan Ayckbourn seine wohl düsterste Farce geschrieben - die Komödie als Endspiel." (Spiegel, 1989)