Kafkas Welten
Ein Theaterstück
Texte: Franz Kafka
Textfassung: Joe Knipp
Es spielt David N. Koch
Stückfassung und Inszenierung: Joe Knipp
Nominiert für den Kölner Theaterpreis
David N. Koch nominiert für den PUCK-Schauspielerpreis.
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Bühne und Kostüme: Hannelore Honnen, Diese "ungeheuere Welt, die ich im Kopf habe" Kafka
"Ich glaube nicht, dass Spiel notwendigerweise weniger real sein muss als Sein." George Tabori: Fulminante Uraufführung: Theater am Sachsenring führt in "Kafkas Welten" Von Barbro Schuchardt
Mit halsbrecherischer Präsenz turnt Koch in seinen kurzen braunen Hosen über die Balustrade zum Zuschauerraum, stößt dabei fast mit dem Kopf an die Decke, aus der er Bonbons zutage fördert, schnaubt, schnarrt, grunzt, quietscht - und redet, redet, redet. Die Augen sind schwarze Löcher im weißgeschminkten Gesicht, eine Gießkanne wird in Kochs fulminantem Monolog durch ein paar Stofffetzen zu Vater, Mutter, Schwester. Getrieben vom Hass auf die ganze Welt rast er durch seine Vision von der Verweigerung alles Menschlichen, wobei der junge Schauspieler eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit beweist.
Fotos Wolfgang Weimer: Franz als Alien vis à vis mit der Maschine/ Franz verwandelt sich Kölnische Rundschau 06.12.08 Die fiese Nähmaschine lebt Ein Szenario wie in einem expressiven Stummfilm. Vor strenger Bauhaus-Kulisse erscheint David Koch, zum monströsen Riesenbaby stilisiert, das Gesicht mondfahl geschminkt. Ein markerschütterndes Krächzen entfährt ihm. Das letzte Röcheln eines verrückt Gewordenen? Der Sound eines Aasgeiers, der nach der Beute giert? Kölner Stadtanzeiger Kafkas Welten Regisseur Joe Knipp bringt in seiner Ein-Personen-Adaption "Kafkas Welten" Klarheit in die Sache. Er fokussiert die (erzählerische) Macht der Sprache des Pragers als Gegensatz zu dessen stets beängstigender, unberechenbarer fiktionalen Welt. StadtRevue In seiner neusten Inszenierung "Kafkas Welten" wirft Joe Knipp uns in den Ideenstrom des kleinen Jungen Franz (David Koch). Während das Kind immer weiter in die Fiktion eintaucht, reißt es uns und die Wirklichkeit mit sich. Es spielt mit seinen Möglichkeiten und der Macht, die es plötzlich hat. Doch während die Zeiger der Uhr ruhig vorwärts gehen, gewinnt das Spiel mehr und mehr an Grausamkeit. Zwischen realer Fantasie und fantasierter Realität entdecken wir die Worte, die in den berühmtesten Erzählungen des Erwachsenen Franz Kafka "Die Verwandlung" und "In der Strafkolonie" wieder zu finden sind. Ich sehe dich nicht, also siehst du mich nicht! Ich halte mir die Ohren zu, dann können mir deine Worte nichts anhaben, mit David Koch
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