Zinnober Chansons


"Schnee von gestern - frisch gefallen"

ZINNOBER Schnee von gestern/ Albrecht Zummach, Clemens Dreyer, Joe Knipp/ honorarfrei 300dpiNach den Konzerten im "Alten Pfandhaus", Köln

Die neue CD: "ZINNOBER live im Alten Pfandhaus".

Die Musik ist außergewöhnlich, eigenwillig, einmalig (Vibraphon, Gitarre, Bassgitarre, Ukulele, CrackleBox, Gesang). Die Songs schwingen, klingen poetisch verrätselt, kommen mit Augenzwinkern um die Ecke; sie scheinen auf in allen Farben, steh'n im Schatten (Zuckerlos schwarz), oder im Licht (Sunnesching). Das Publikum verlässt die Konzerte getroffen - von den "Scharfschützen im romantischen Gewand" (Kölnische Rundschau).

Zinnober forever.

Die Kölnische Rundschau schrieb am 20. Januar 2009:


"Schnee von gestern" im Alten Pfandhaus

von BARBRO SCHUCHARDT

Feiner Zwirn, die Haare ergraut und die Musik nach wie vor "handgemacht": Die Drei von "Zinnober" spielen zwar schon seit 25 Jahren zusammen, doch "Schnee von gestern" ist das nicht. Auch wenn Joe Knipp (Texte und Gesang), Albrecht Zummach (Komposition, Gitarre) und Clemens Dreyer (Arrangements und Vibraphon) ihr Programm so nennen. (...)

Wie gut die Lieder immer noch sind, davon konnte sich jetzt das Publikum im Alten Pfandhaus überzeugen.

Noch zarter, noch feiner stilisiert klangen die aparten Arrangements, noch verschmitzter hauchte Joe Knipp, der Chef des Theaters am Sachsenring, seine Großstadtverse mit dem gelegentlich anarchistischen Dada-Touch ins Mikrofon. Wenn er mit liebenswürdigstem Gesichtsausdruck seinen "Schweineblues" singt, weht noch ein wenig von der Systemkritik herüber, mit der Knipp und Zummach 1972 ihren Ruf als politisch engagiertes Duo begründeten.

(...) Der aktuelle "Schnee von gestern", das sind heiter-melancholische Miniaturen über Paar-Probleme, Lebenslügen und -ängste, Großstadt-Tristesse und Arbeits-Monotonie. Die schrägen Harmonien erinnern mitunter an die Songs von Brecht und Eisler (...). Joe Knipp präsentierte die anmutigen Chansons mit Charme und Leichtigkeit (...). Ein feiner Abend voller Witz und Nostalgie.

Kölnische Rundschau


Kultur: Das Trio Zinnober im Alten Pfandhaus

Erfolg mit

Schnee von

gestern


Der französische Symbolist Mallarmé hat einmal gesagt, Gedichte würden nicht aus Gedanken, sondern aus Wörtern gemacht. Daran erinnerte Joe Knipp, der fast alle Texte für den Chanson-Abend im rappelvollen Alten Pfandhaus verfasst hat: „Manchmal spiele ich mit Worten“, verriet der Poet, der im Hauptberuf das Theater am Sachsenring leitet.

... Die Musik tanzt hochkarätig zwischen Blues, Calypso und Tango mit Anleihen bei Kurt Weill und Hanns Eisler. Dafür sorgen der Komponist Abrecht Zummach (Gitarre, Bass) und Clemens Dreyer als Virtuose auf dem Vibraphon...

„Ist das Leben anders als man denkt? Nö,“ sagt Knipp. Melancholisch besingt er sein Leiden am Mittelmaß, verschüttete Gefühle und Liebesnächte ohne besondere Vorkommnisse. Oft regnet es. Da spiegelt Zummachs Musik das Grau in Grau in Mollton und gebrochener Harmonik.

Kölner Stadt-Anzeiger


Wie alles anfing.

Seit 1972 arbeiten Joe Knipp und Albrecht Zummach als Sänger und Gitarrist, Texter und Komponist, zusammen. 1984 erweiterte Clemens Dreyer mit seinem Vibraphon das Duo zur bestehenden Formation. Unter dem Namen ZINNOBER tourte das Trio vor allem in den 80er Jahren durch die Republik, von Sommerhausen bis Freiburg, von der Alten Oper Frankfurt bis zur Schlosserei der Bühnen Köln 1985 und 1986.

Nach einer 12jährigen Pause der Neubeginn mit Konzerten im Theater am Sachsenring und der CD-Produktion "Schnee von Gestern", für die sie 1999 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik in der Sparte Chanson erhielten.

"ZINNOBER, das ist die Musik von Albrecht Zummach, ... zum Immer-wieder-Hinhören schön. Am Vibraphon jazzt brilliant Clemens Dreyer dazu. Die Texte sind von Joe Knipp, er ist der Sänger von ZINNOBER. (...)"

Oben Knipp, Zummach im Alten Pfandhaus 2009. Unten Knipp, Dreyer. Fotos: W.Weimer

Wiederum 10 Jahre später, nach manchem Kurzauftritt, wie am 9. November 2007 im 'Alten Pfandhaus' spielte ZINNOBER 2010 vier Konzerte mit alten und neuen Stücken.
Hier der Tipp aus der WDR-Lokalzeit. Und hier "Zuckerlos schwarz" bei Center TV.

"Vom Stil französischer Chansons über den Calypso Belafontes zu Schubert, Weill und dem Blues: Egal, was die drei sich vornehmen, sie verleiben es sich ein, mit Wortwitz, Wärme und Intelligenz. Die Dramatik ihrer Songs und Texte wird sanft auf- und abgebaut, und manchmal entlassen in eine freie schwebende Leichtigkeit." B. Nikitakis, KRundschau 1998

Hier gibt es ZINNOBER- Texte zu lesen.

Hier gibt es Zuckerlos schwarz zu hören
von der CD "Schnee von gestern".

Über die CD:

"Manchmal kräuselt sich über scharfe Worte beißender Dada-Witz. Man sollte sich den Luxus gönnen, "Zinnober" zuzuhören, und es lohnt sich noch mehr, sie live zu erleben." Martin Woltersdorf, KStAnzeiger

II/99 Sparte Songs, Chansons:
Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
II/2000 Kulturpreis der Stadt Neuwied.

"Für die Texte zeichnet Joe Knipp verantwortlich, der als Regisseur und Prinzipal eines liebevoll gepflegten Kölner Off-Theaters auch mit seiner literarischen Muse in ständiger Tuchfühlung blieb. Für ihn gilt wohl der Spruch des großen Altkabarettisten Wolfgang Neuss: "Was brauch ich Prinzip Hoffnung, wenn ich durch Rock'n Roll Gewißheit habe?"
Seinen Kaffee pflegt auch Joe Knipp "Zuckerlos schwarz" zu trinken. In diesem Lied wartet er auf ein Gegenüber, das ausbleibt, hört nicht, was er hören will, sondern was er hören muß: das sinnfällig geschlegelte und gezupfte Verticken der Zeit. Ein leises, Konzentration forderndes Lied, das nicht Stellung nimmt, niemanden belehrt, aufregt oder entlastet. Dieses Lied wird es schwer haben, ungesüßt wie es ist - und schön.

Nikolaus Gatter (Empfehlung für die Liederbestenliste des SWR)


Clemens Dreyer

1958 in Ludwigshafen geboren
1976 erster Schlagzeugunterricht
1977 Konzerte mit dem Jugendblasorchester Ludwigshafen nach Israel, Russland
1979 1.Preis beim Landeswettbewerb Jugend musiziert
1981-84 klassisches Schlagzeugstudium bei Prof.Caskel in Köln
seit 1983 Konzerte im Bereich Neue Musik u.a. mit Werner Henze, Peter Eötvös
1983-96 Lehrer an der Musikschule Neuss
seit 1994 tätig als Publizist im Themenbereich Ökologie
Geschäftsführer im ARCUM-Verlag Köln.

Joe Knipp

1954 in Köln geboren
1964 FC wird Meister
1980 Karikaturist bei der PARDON in Frankfurt
1985 Autor und Sänger der ZINNOBER-Produktionen
"Liedmusik"
"Unsterblich krank"
"Verwüstete Herzen"
seit 1987 Leiter des THEATERS AM SACHSENRING
Theaterregie
1998 "Schnee von gestern"
2003 Kölner Theaterpreis für die beste Inszenierung: "Das Fest"

Albrecht Zummach

1957 in Neuwied geboren
seit 1970 Gitarre
1973/74 intensive Auseinandersetzung mit Hanns Eisler Begegnung mit Joe Knipp, zahlreiche Auftritte
1977 Gitarren Studium in Köln bei Karl-Heinz Böttner
1985-89 ZINNOBER
seit 1989 Kompositionen und Konzerte "Neue Musik" Bühnenmusiken, Vertonungen und Arrangements für diverse Chansonniers und Chansonnetten
seit 1998 wieder für und mit ZINNOBER
div. Konzerte wie "Alte Welt", "Alte Rechnungen"
2008 Komposition für das Theaterstück "Für alle Fälle Fritz"


Stimmen zur Premiere 1998:

ZINNOBER, das ist die Musik von Albrecht Zummach,"... zum Immer-wieder-Hinhören schön. Am Vibraphon jazzt brilliant Clemens Dreyer dazu. Die Texte sind von Joe Knipp, er ist der Sänger von ZINNOBER. Dunkel gekleidet, so um die einsneunzig lang. Irgendwie erinnert er im ersten Augenblick an eine männliche Juliette Gréco. Irgendwie. Doch dann singt er einen Text auf Marilyn Monroes "I wanna be loved by you"...Auf der Kellerbühne des Sachsenring kann man zur Zeit erleben, was selten ist in Köln: Nennen wir es einen literarisch-kabarettistischen Knippschen Chansonabend mit Anleihen bei der Firma Brecht/Weill." Werner Aschemann

oben: LP "Nord-Süd-Fahrt" 1985

"Zinnober"! Unbeirrt dem Trend der Zeit entgegenarbeitend, setzen sie mit ihrer neuen CD ein akustisches und literarisches Zeichen gegen 'Boy-Group-Gehopse und Girlie-Gesäusel'...Von echten Gefühlen und Ängsten des Alltags- und Beziehungskampfes erzählen die Texte, welche die eigentlichen Juwelen des Trios sind." Cristoph Prasser-Theaterrundschau

"Endlich: 'Zinnober' wieder da", titelte der Express zur Premiere und fährt fort: "Zu unserem Glück. Ihr Programm 'Schnee von gestern' bricht auch jedes Eis von heute. ... Wo hat der Knipp das her? Ganz melancholisch-zauberhafte Liebeslieder präsentiert er uns. Und nachgesalzen wird mit Politsatire. Den drei Zinnober-Männern merkt man den Spaß an." Express

"'Manchmal spielen wir mit Worten', sagt Joe Knipp das zweite Lied an, und auch das war eine Untertreibung. Das ist es auch, was den besonderen Charme von 'Zinnober' ausmacht: eine gelegentliche Sinnfreiheit, die sich die Freiheit nimmt, Sinn zu machen. Gerade dort, wo die Erwartungen der Zuschauer ins Leere laufen." Kölnische Rundschau/ Basil Nikitatis

"Das Spielerische ist auch ein Berührungspunkt mit dem Theater. Das gute Theater ist spielerisch und die gute Musik ist auch spielerisch. Mir gefällt die Transparenz in der Sprache, die Melodie in der Sprache und deswegen ist auch die Musik transparent.

Entscheidend ist bei der Produktion der Platte auch gewesen, daß wir nicht eine Tonspur auf die andere geschichtet haben, sondern daß wir manches zum Teil in einem Take durchgespielt haben, man kann noch etwas entdecken, man kann etwas sehen in der Musik, in den Texten, das ist ganz wichtig, ja."

Joe Knipp in einem Interview mit dem SFB 1998 in der Sendung "LiederSprüche" mit Danuta Görnand

links: Das Rote Album. Die CD "Schnee von Gestern" 1998

ZINNOBER


Hier gibt es ZINNOBER Texte von Joe Knipp zu lesen.